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Thüringer Becken - Erfurt

Das Thüringer Becken ist eine Beckenlandschaft im zentralen und nordwestlichen Teil Thüringens und wird von mehreren Flüssen durchzogen. Diese münden alle direkt oder indirekt in die 192 km lange Unstrut. Die Nord-Süd-Ausdehnung des Thüringer Beckens beträgt etwa 60 km, die West-Ost-Ausdehnung rund 120 km. Die Höhenlage beträgt etwa 150 bis 250 m ü. NN.

Geprägt ist das Thüringer Becken von der Landwirtschaft. Es zählt neben der Magdeburger Börde und der Leipziger Tieflandsbucht zu den fruchtbarsten Regionen Deutschlands. Besiedelt wurde es bereits in der Jungsteinzeit. Viele Orte wurden wohl schon im Thüringer Reich, nachgewiesen dann im 8. und 9. Jahrhundert, gegründet. So sind die meisten Dörfer und Städte im Thüringer Becken bereits deutlich über 1000 Jahre alt. Auf Grund der hohen Fruchtbarkeit konnten sich im Thüringer Becken und an dessen Rändern schon sehr früh mächtige Städte entwickeln (Erfurt sowie die freie Reichsstadt Mühlhausen).

Die Ränder werden von Muschelkalkhöhenzügen (u. a. Hainich, Dün, Hainleite, Hohe Schrecke, Schmücke, Finne), im Südwesten vom Thüringer Wald und im Südosten von stark zergliederten Randplatten (Ilm-Saale- und Ohrdrufer Muschelkalkplatte, Saale-Elster-Buntsandsteinplatte) gebildet. Das Thüringer Becken gehört erdgeschichtlich zur Trias-Zeit, in der sich horizontale Deckschichten aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper ablagerten. Darunter liegen Salz- und Gipsablagerungen des Zechstein. Im Tertiär wurden in Bruchzonen die umliegenden Höhenzüge emporgehoben, während das Thüringer Becken als tieferliegende Scholle entstand.

Seite „Thüringer Becken“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. August 2009, 18:42 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Th%C3%BCringer_Becken&oldid=63628965 (Abgerufen: 10. September 2009, 18:22 UTC)

Erfurt

Erfurt - eine der ältesten Städte Deutschlands.

Erfurt (gesprochen [ˈɛrfʊrt]) ist die Landeshauptstadt des deutschen Freistaats Thüringen. Es ist zugleich die größte Stadt Thüringens und neben Gera und Jena im Osten eines der drei Oberzentren des Landes. Wichtigste Institutionen neben den Landesbehörden sind das Bundesarbeitsgericht, die Hochschulen Universität Erfurt und Fachhochschule Erfurt, sowie das katholische Bistum Erfurt, dessen Kathedrale der Erfurter Dom ist, der wiederum neben der Krämerbrücke eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt darstellt. Darüber hinaus besitzt die Stadt einen knapp drei Quadratkilometer großen mittelalterlich geprägten Altstadtkern mit etwa 25 Pfarrkirchen und zahlreichen Fachwerk- und Bürgerhäusern.

Erfurt wurde 742 erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich bereits kurz nach seiner Gründung zum Zentrum des Thüringer Raumes, wenngleich es bis 1944 politisch nicht Teil des Landes war. Von 1664 bis 1802 gehörte es nach gewaltsamer Unterwerfung zu Kurmainz, danach zu Preußen (mit Ausnahme der Zeit von 1806 bis 1814, als es als Fürstentum Erfurt direkt unter französischer Herrschaft stand). Die Universität wurde 1392 gegründet. Sie ist somit die drittälteste Universität Deutschlands. Martin Luther war ihr bekanntester Student. Die Wirtschaft der Stadt ist von Verwaltung und Dienstleistung geprägt. Erfurt ist nach Leipzig die Stadt mit der zweitgrößten Messe in den neuen Bundesländern. Des Weiteren ist Erfurt wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Zentrum Deutschlands. Der neue Hauptbahnhof befindet sich in Bau. Bekannt ist Erfurt auch für seinen Gartenbau (egapark) und als Medienzentrum (Sitz des Kinderkanals und mehrerer Radiostationen, sowie Tageszeitungen).

Die Stadt liegt im südlichen Thüringer Becken an der Gera.

Seite „Erfurt“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 10. September 2009, 10:12 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Erfurt&oldid=64356489 (Abgerufen: 10. September 2009, 18:27 UTC)

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