Kategorie:Klassisch-Barock

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Historische Reitkunst, klassisch-barocke Reitweise, barocke Reitkunst

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Quelle Celler Hengstparade 2011

Diese Begriffe bezeichnen verschiedene Interpretationen der Reitanleitungen und Abbildungen von Reitmeistern des 17. bis 19. Jahrhunderts durch moderne Reitlehrer. Die Lehren gehen zurück auf die Gebrauchsreiterei der Reiterkrieger in Spätmittelalter (z.B. 1480 "Pergamenthandschrift zu Wolfegg" / "Das mittelalterliche Hausbuch".) und Renaissance (z.B. 1605 "Le maneige royal". Antoine de Pluvinel) und die daraus entstehende höfische Reitkunst, die gleichwohl Höhepunkt als auch Niedergang mit der Veröffentlichung von 1751 "Ecole de cavallerie". Guérinière erlebte. Letztgenannter gilt heute als gemeinsame Basis aller Dressurreitweisen und Reitkunstinterpretationen weltweit. Anschließend änderte sich mit dem favorisierten Pferdetyp auch die Reiterei grundlegend. Manche heutigen Reitlehrer beziehen auch die Reitmeister und Buchautoren des folgenden Jahrhunderts (und mehr) in ihre Interpretation ein (z.B. 1842 "Méthode d'équitation basée sur de nouveaux principes". François Baucher).

Die variantenreichen Reitstile der historischen Reitkunst zeigen hoch versammelte Pferde mit Betonung auf Leichtigkeit und Eleganz. Als Idealfall dürfte man die möglichst genaue Wiedergabe der Reitfiguren der Kupferstiche ansehen. Sie zeigen Reiter im Balancesitz mit einhändiger Zügelführung ohne Anlehnung, das Pferd mit dem Genick am höchsten Punkt und in starker Versammlung. Besondere Lektionen sind neben heute noch praktizierten Schulen wie Piaffe, Passage und Seitengängen insbesondere die Kunstgangarten im Galopp (Tummeln, Tèrre-à-tèrre, Mezair, Courbetten) und die Schulen über der Erde.

Einige moderne Reitlehrer entwickelten auch Nachbildungen der historischen Reitkunstsättel (z.B. Bent Branderup-Sattel, Bückeburger Schulsattel), aber auch der portugiesische "Portuguesa"-Sattel entspricht weitgehend den historischen Vorbildern. Das ausgebildete Pferd trägt eine Kandare mit (19. Jahrhundert) oder ohne (bis 18. Jahrhundert) Unterlegtrense. In der Ausbildung des Pferdes, die im Idealfall sehr langsam über mehrere Jahre erfolgt, werden auch verschiedene Kappzaum-Varianten eingesetzt. Besonders geeignet für diesen Stil sind vor allem die für diese Reitweise gezüchteten Rassen wie Berber, Andalusiern, Lusitanos, Lipizzanern und Knabstrupper, Frederiksborger. Weiterhin werden auch Friesen, kleine Warmblut-Pferde und andere kurzrückige Pferde mit aufgesetztem Hals und abfallender Kruppe eingesetzt, jedoch profitiert jedes Pferd von einer gymnastischen Ausbildung in dieser Reitweise. Quelle

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Quelle

Historische Reitkunst, klassisch-barocke Reitweise, barocke Reitkunst, akademische Reitkunst
Seite „Reitweise“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. November 2011, 18:59 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Reitweise&oldid=96073631 (Abgerufen: 4. März 2012, 19:49 UTC)

Ein Pferd ohne Reiter ist immer ein Pferd. --- Ein Reiter ohne Pferd nur ein Mensch.

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