Diomed–einer der gefragtesten Deckhengste aller Zeiten
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Diomed – einer der gefragtesten Deckhengste aller Zeiten
In der langen traditionsreichen Liste des englischen Derbys trug sich Diomed als erster Sieger ein. Sein Besitzer durfte über die dicke Siegprämie von 1075 Guines jubeln. Sam Arnull verwies im Sattel mit seinem Hengst Colonel O'Kelly mit Budrow und den Eclipse-Sohn Spitfire auf die Plätze. Dabei wurde Diomed, wie viele Derbysieger nach ihm, von Verletzungen und Krankheiten geplagt. 1781 gewann er zwar zwei Rennen, war jedoch danach lange krank und konnte erst als Sechsjähriger wieder auf die Rennbahnen zurückkehren. Bei den Wetten rechnete jedoch niemand mehr mit großartigen Leistungen. Obwohl er die King's Plate gewann, verlor der Hengst die folgenden Rennen. Bei seiner sechsten Saisonniederlage brach er dann sogar nieder und wurde in Great Barton, dem Gestüt von Bunburry, als Beschäler aufgestellt. Sein Erfolg als Deckhengst war dabei durchwachsen, aber immerhin zeugte er Young Giantess, die Mutter von Eleanore, die 1801 das englische Derby als erste „Quotenfrau“ gewann. Auch in Oaks war die Stute erfolgreich. Einen derartigen Doppelschlag haben bis heute nur drei Stuten erreicht. Diomed bewies als Deckhengst seine Qualitäten nicht, wodurch der Fuchs immer weniger Zulauf hatte. 1798 zog Sir Bunburry dann die Reißleine und verkaufte den Hengst für 50 Guineas an den Amerikaner John Hoomes, der den weitgereisten Hengst für 1000 Pfund an Colonel Miles Selden abgab. In Amerika muss sich Diomed dann im Selden-Gestüt Tree Hill pudelwohl gefühlt hatte. Dort zeugte das Pferd eigentlich schon im Rentenalter viele erfolgreiche Nachkommen und wurde in seinen letzten zehn Jahren schließlich zum gefragtesten Deckhengst Amerikas. Im Alter von 31 Jahren starb Diomed. Für die amerkanischen Vollblutzucht war sein Tod ein Schock, man sprach von einer nationalen Katastrophe.
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Quelle
Magdalena Ehnes
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