Dülmener Wildpferd

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Züchter & Gestüte stellen sich vor:



Andrea und Heinrich Oedekoven Märkische Straße 165 A 58675 Hemer Tel. 02372 3763 a.oedekoven@ig-duelmener.de

Klaus Dechent Wassergasse 34 55268 Nieder-Olm Tel. 06136 2667 k.dechent@ig-duelmener.de

Diana Weißguth und Werner Walczak Emanuel-Geibel-Straße 26 46537 Dinslaken Tel. 0170 4101866 diana.weissguth@web.de www.weissguth.de

Sinja Könnecke Sonnenschein 15 44579 Castrop-Rauxel Tel. 02305 86418

Detlev Bleser Adalbert-Stifter-Straße 5 65479 Raunheim Tel. 06142 924920 d.bleser@ig-duelmener.de

Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide Landschaftspflegehof Tütsberg Dr. Heike Brenken Niederhaverbeck 7 29646 Bispingen Tel. 05199 298, Fax 05199 985541 koopmann@verein-naturschutzpark.de

Josef Längle Weiherweg 25 88427 Steinhausen Tel. 07583 946792 michaela.buecheler@t-online.de

Andrea und Oliver Loru Am Damm 6a 46487 Wesel Tel. 02859 909771 reitstall_am_damm@yahoo.de

Hiltrud und Edgar Meyer Bergstraße 21 53947 Nettersheim Tel. 02486 7059 edgar.meyer-nettersheim@t-online.de

Werner Gausepohl Gröblingen 201 48336 Sassenberg Tel. 02581 7553


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Dülmener Wildpferd

Beim Dülmener Wildpferd handelt es sich um eine Kleinpferderasse, die überwiegend in Dülmen in Westfalen im Merfelder Bruch, einem rund 350 Hektar großen Naturschutzgebiet, lebt. In der Wildpferdebahn leben zur Zeit rund 300 Wildpferde, genauer gesagt Wildlinge dieser Rasse. Die Nachkommen der ungefähr 50 außerhalb des Geländes lebenden Stuten und Hengste werden nicht als Dülmener Wildpferd, sondern als Dülmener bezeichnet. Die sie zu den ältesten deutschen Pferderassen zählenden und ursprünglich Dülmener Brücher genannten Pferde werden seit Februar 1994 auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrassen geführt und sind in die Gefährdungskategorie III, also als stark gefährdet, eingestuft.

Exterieur

Das Dülmener Wildpferd ist eine ursprünglich aussehende Pferderasse von meist braun- oder graufalber Färbung, die den für Wildpferde typischen Aalstrich von der Mähne bis zum Schweif aufweist. Es kommen Falben in allen Schattierungen, aber gelegentlich auch andere Farben bis auf Schimmel vor. Füchse sind sehr selten. Auf Grund der bisherigen Zucht dominieren aber graufalbe und braunfalbe Tiere mit einer Wildzeichnung, Aalstrich und Schulterkreuz. An den Beinen kann es zu dunklen Streifen kommen, die an ein Zebra erinnern. Die sog. Zebrastreifen sind ebenfalls Wildzeichnungen, sie kommen auch oft bei Fjordpferden (Norwegern) vor. Weiße Abzeichen sind unerwünscht.

Das Stockmaß des Dülmener Wildpferds liegt zwischen 125 und 140 cm, der Körper ist rechteckig mit wenig ausgeprägtem Widerrist und die Schulter ist schräg. Der Hals sollte nicht zu lang und leicht gebogen sein, wobei ein leichter Unterhals vorhanden sein kann. Der mit einer breiten Stirn versehene Kopf ist mittelgroß, die Ohren sind klein und der Nasenrücken ist gerade oder leicht konkav. Die Hinterhand ist muskulös und gut entwickelt, die Hufe sollten möglichst klein, hart und rundlich sein und die Fessel nicht zu stark ausgeprägt. Die Dülmener Wildpferde (und Nachkommen) haben einen ausgeprägten Behang an den Fesseln. Auch Mähnen- und Schweifhaar ist sehr ausgeprägt.

Interieur

Die Tiere gelten als ausgesprochen robust und widerstandsfähig, dabei als gutmütig, freundlich und bei entsprechender Behandlung als ausgesprochen lernfähig. Sie sind sehr genügsam und gute Futterverwerter.

Zuchtgeschichte

Die erste urkundliche Erwähnung der Tiere stammt aus dem Jahre 1316, als sich Herrman de Merfeld und Johannes de Lette das Recht auf die Jagd, Fischfang und die wilden Pferde sicherten.

Im 19. Jahrhundert mit der fortschreitenden landwirtschaftlichen Nutzung bisher unattraktiver Gegenden, beispielsweise durch Trockenlegungen von Feuchtgebieten, schränkte sich der Lebensraum für wildlebende Pferde immer mehr ein. Vermutlich wären auch die Dülmener Wildpferde nicht zu erhalten gewesen, wenn nicht Alfred von Croÿ 1847 zwanzig wildlebende Pferde hätte einfangen lassen, und auf dem Gelände des Merfelder Bruchs mit der Wildpferdebahn auf einem 132 Morgen großen Gebiet, was einer Größe von 33 Hektar entspricht, für ihre Erhaltung gesorgt hätte. Hinzu kam der gesamte Restbestand der Emscherbrücher Wildpferde, der eingefangen und nach Dülmen abtransportiert wurde. Die rasche Vermehrung der Pferdeherde brachte nach und nach eine Ausweitung des Gebiets auf seinen heutigen Stand von rund 350 Hektar mit sich.

Um die Folgen möglicher Inzucht bei diesem ursprünglich sehr kleinen Bestand zu minimieren und in der Absicht, das ursprüngliche, wildpferdähnliche Bild der Tiere zu erhalten, wurde mit der Einzüchtung von anderen Ponyrassen begonnen. Ursprünglich verwendete man Welsh-Ponys, später auch Pony aus der Mongolei oder aus Exmoor, sowie Huzulen und vor allem ab 1957 polnische Koniks, die aus dem Rückzuchtprojekt für das Tarpan stammten. Da seit 1984 nur noch graufalbe Hengste eingekreuzt werden, hat diese Farbe im Bestand stark zugenommen.

siehe auch


  • Dülmener Wildpferd Ansprechpartner

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Quelle

Seite „Dülmener Wildpferd“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Februar 2009, 13:54 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=D%C3%BClmener_Wildpferd&oldid=56403483 (Abgerufen: 5. Mai 2009, 10:44 UTC)

Ein Pferd ohne Reiter ist immer ein Pferd. --- Ein Reiter ohne Pferd nur ein Mensch.

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